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Technologie

Multilocus Fingerprint

Das DNA-Fingerprinting beruht auf der gleichzeitigen Darstellung mehrerer sehr variabler Genorte in der DNA des Zellkerns. Die entsprechenden DNA-Marker werden nach den Mendel’schen Gesetzen vererbt. Das Endprodukt der genetischen Fingerprintuntersuchung ist eine Art Strichcodemuster, wobei jeder Strich (Bande) auf dem Röntgenfilm einen der Marker repräsentiert. Wegen der hohen Bandenzahl pro Individuum ist eine Auswertung nur innerhalb eines Gels relativ zu den benachbarten Spuren möglich. Die Banden werden von den biologischen Eltern an ihre Nachkommen weitervererbt. Jeder Elternteil vererbt die Hälfte seiner Banden an jeden Nachkommen. Finden sich bei einem Nachkommen mehrere Banden, die von keinem der beiden Eltern stammen, so sind die vorgegebenen Abstammungsverhältnisse nicht richtig. Wegen der insgesamt extrem hohen genetischen Variabilität des Systems sind Abstammungsuntersuchungen selbst bei Verwandten ersten Grades, die als Putativeltern in Betracht kommen, möglich.

Schematische Darstellung eines DNA Fingerprints

Abbildung: Schematische Darstellung des Ergebnisses einer Fingerprintuntersuchung. Die Banden des Nachkommen (NK) wurden jeweils von einem der Elterntiere (M=Mutter, V=Vater). Es gibt keinen Widerspruch zu den vorgegebenen Abstammungsverhältnissen.

Wenn eine Multilocus-Fingerprint Untersuchung ein Individuum z. B. als Vater eines anderen nicht ausschließt, so muss man bei gerichtlichen Auseinandersetzungen die Wahrscheinlichkeit dafür angeben, dass ein solches Ergebnis zufällig zustande kommt. Diese Aussage wird mit Hilfe biometrischer Verfahren gemacht. Die biometrischen Verfahren fordern einige genetische Basisdaten, die man nur durch eingehende Untersuchungen an vielen Individuen der entsprechenden Spezies ermitteln kann. Bei seltenen, geschützten Arten stehen diese Daten naturgemäß nicht zur Verfügung.


Probenmaterial
50 µL (0,05 mL) EDTA-Blut

Dauer der Untersuchung:
ca. 8 Wochen